Typisch argentinisch
Nicht typisch argentinisch ist es schon mal, erst nach 10 Tagen in Buenos Aires eine Stadtrundfahrt zu machen... Ich hab´s trotzdem getan, bei Regen, und es hat mich bestaetigt, dass ich die Stadt doch schon bestens kenne fuer eine Touristin. Nicht nur die grossen Highlights wie Plaza de Mayo, auch den Congreso, das Teatro Colon, auch die Stadtteile Boca und Recoleta sind mir schon arg vertraut.
Vor allem aber empfehle ich jedem, der die Stadt besucht, sich auch mal auf Tuchfuehlung mit den Einheimischen in der U-Bahn, der sog. Subte zu begeben. Una experiencia! Und natuerlich muss man
sich auch mal durch den essentiellen Busplan der Stadt Guia-T gearbeitet haben, ein kleines, fettes Booklet mit saemtlichen Busverbindungen - so uebersichtlich, dass ich einmal 1h zu spaet zum
Spanisch-Unterricht kam. Hatte zwar einen Bus bestiegen, war aber offensichtlich nicht der ganz richtige....immerhin hab ich was von der Stadt gesehen. Weniger allerdings als mit der 3h-City Tour
:-)
Essen gehen, moeglichst mit vielen netten Menschen, moeglichst viel Fleisch, moeglichst spaet. So wuerde ich mal meine 10 Tage Buenos Aires bislang zusammenfassen. Herrlich gruppendynamisch, gut aber auch, dass keine Waage in der Naehe ist (die ist naemlich im gruenen Umzugscontainer, der wahrscheinlich gerade ueber den Atlantik Richtung Deutschland schwimmt...).
Schoen auch, wenn es einen Grund zum Feiern gibt. Holger, der sympathische Ex-Kollege von der Deutschen Welle, hatte an seinem letzten Tag vor Abflug aus Buenos Aires Geburtstag, also wurden gerade noch mal alle 26 deutschen und argentinischen Kuenstler des XChange-Programms zusammengetrommelt. Wieder Glueck gehabt, denn ich durfte dabei sein - auch als Nicht-Kuenstlerin.
Diesmal wurde peruanisch gespeist in Palermo Hollywood.
Und weil Holger Tango nicht leiden kann, sind wir danach mit vielen anderen netten Menschen noch in DIE Tango-Kneipe der Stadt: ins "Ideal".
Erinnerte an die 17 Uhr Tanztee-Nachmittage in unseren Tanzschule, war nur viiiiiel atmosphaerischer natuerlich. Ausserdem viel spaeter. Keine 15jaehrigen weit und breit, zum Glueck. Dafuer die erstaunlichsten Paar-Konstellationen, die wahrscheinlich selbst vorher nicht viel voneinander wussten. Ab 1 Uhr nachts wurde dann Live-TangoMusik gespielt, leider viel zu spaet fuer mich. Muss mich noch an den lateinamerikanischen Tages- bzw. Nachtrhythmus gewoehnen...
Manhattan
