Manhattan

Iguazu

Wasser, Wasser, Wasser........und viel Dschungel

bei 22 Grad und gefuehlten 100% Luftfeuchtigkeit.


Okay, ich musste mal raus aus Buenos Aires. Es ist schwer, sich zu trennen von dieser faszinierenden, sprudelnden und gleichzeitig heimeligen Stadt. Statt 20 Stunden Bus zu fahren, wie es mir die meisten low-budget-traveller in meiner Sprachschule empfohlen hatten, hab ich die Luxus-Variante Flugzeug gewaehlt und bin mit der sehr zu empfehlenden Lan Chile Airlines 2h nach Iguazu geflogen. Hatte sogar eine Sitzreihe fuer mich... Am Nachmittag angekommen und gleich mal mit meinen Hurrikan erprobten wasserdichten Klamotten den Upper Trail des argentinischen Nationalparks entlanggestiefelt. Auf dem Spazierweg durch den Regenwald kommt man dem Wasser doch schon ziemlich nah. Ein paar Fakten: 80 Meter tief sind die groessten Wasserfaelle der Welt und Tausende Kubikmeter Wasser fliessen da pro Sekunde die Schluchten hinab. Schon sehr beeindruckend, was kann da morgen noch kommen, dachte ich mir so....

Morgen war heute. Und da fand das Abenteuer seinen Hoehepunkt. Bin schon mal 1988 mit der "Maid of the Mist" in die Niagara-Faelle hineingefahren, aber die Bootstour heute hat es noch getopt. Erst 30 Minuten im Military-Lastwagen durch den Dschungel getuckert, dabei der spanischsprechenden Touristenfuehrerin gelauscht. Dann der gesammelten Mannschaft Touris hinterher und clevererweise den Bikini dabei gehabt. Die anderen haben tatsaechlich daran geglaubt, dass ihre Kleidung unter einem Fetzen transparenten Plastiks trocken bliebe, nach ingesamt drei Spritztouren mitten hinein in den Garganta del Diablo, den Teufelsrachen!... Ich hab die Bootstour jedenfalls ueberlebt, was kaum zu glauben ist, wenn man sich auf dem letzten Foto anschaut, wie nah wir uns an die tosenden Wassermassen herangewagt haben!...(ach, 1938 sind hier uebrigens 7 deutsche Touristen ertrunken. Gut, sie sassen allerdings auch im Ruderboot....)

Ich fand das GRAN AVENTURA eine wunderbare Abwechslung zum Sprachschulalltag in Buenos Aires. Ich haette theoretisch und praktisch noch auf die brasilianische Seite mit der schoeneren Sicht fahren koennen, aber weitere vier Stunden Wassermassen habe ich zugunsten des Fotos-Herunterladens im Internet sein lassen. Morgen frueh gehts zurueck in die schon fast vertraute Hauptstadt!