Manhattan

Tatio Geysire

Ich weiss nicht, wie ich es geschafft habe, aber ich bin um 3h30 Uhr letzte Nacht aufgestanden, um das letzte Mal in Chile auf Bustour zu gehen. Das Beste zum Schluss. Gluecklicherweise konnte ich im Bus gleich noch mal 2h schlafen, wenn auch recht holprig. Um 6 Uhr waren wir dann puenktlich zum Sonnenaufgang auf 4200 Hoehenmeter (schon wieder....ob das noch gesund ist?!). Aber diesmal eingepackt wie auf dem Kilimandscharo, denn es waren ca. -10 Grad. Bibber. Ueberall sprudelt das Mineralhaltige Wasser fontaenenartig aus dem Boden und wer zu nah steht, kann sich toedliche Verbrennungen zuziehen. Eigentlich ein tolles Spektakel, aber leider von Touristen uebersaet, die wie Japaner (ich selbst ja auch schon) mehr durchs Foto-Objektiv schauen als sich dem Moment hinzugeben.

Wirklich beeindruckend fand ich die heisse Milch und die frischgekochten Eier, die wir dank der Geysire geniessen konnten. Sehr gute Idee!

Ein paar Meter weiter dann um 8 Uhr morgens der Hoehepunkt. Raus aus den Klamotten in eisiger Kaelte und rein in die heissen Quellen. So muss Island sein, dachte ich witzigerweise nur...

Eigentlich haetten wir mit diesem wunderbaren Programmpunkt abschliessen koennen, aber nein, der chil. Guide ansich (wie der argentinische auch) fuehrt Touristen-Gruppen gerne nochmal zu einer Ortschaft mit huebscher Kirche, heute war es der auf Lamas spezialisierte Ort Machuca.

Dreimal duerft Ihr raten, was ich da esse am fruehen Morgen.......Lama-Fleisch!! Lecker, aber unglaublich zaeh, ich musste es leider wegwerfen, was dem Lama neben mir gar nicht gefallen hat....oder hat ihm eher der Anblick meines ja eigentlich recht passenden Lama-Pullis die Sprache verschlagen?? Man weiss es nicht :-) 

Rein koerperlich macht sich uebrigens heute extremer Muskelkater vom Ausritt auf der TOMATE gestern breit. Uiuiuih, wusste bislang nichts von der Existens dieser Muskeln!

 

Zum Abschluss von diesen wunderbaren Tagen in der Atacama-Wueste Chiles haben die drei Schweizer: Walter, die Brueder Andre & Patrick und ich gestern noch einen Schweizer Abend verbracht.... Da San Pedro sich sowieso anfuehlt wie Zermatt aus Lehm und am Abend ueberall die Kerzen und Feuer brennen wie beim Walliser Ski-Fackellauf, hat es auch hervorragend gepasst, dass Patrick sich in seinem Skilehrer-Outfit hinzugesellte. Isch uhuri supae gsi! Adios Atacama.