Manhattan

Kulturwoche

In Buenos Aires kommt man nicht zur Ruhe. Die Stadt erinnert mich an New York mit diesem angenehmen Touch Suedamerika :-) Und am Mittwochabend konnte ich davon gleich eine volle Ladung geniessen. Als Mitglied im Internet-Forum SMALLWORLD war ich zu einem get-together eingeladen in einem schicken Restaurant. 40 internationale Smallworlder kamen. Wir haben gegessen, getrunken, gelacht, haben uns ueber die Vorzuege des digitalen Kennenlernens gefreut und sind dann weitergezogen in das wohl gestyleteste Hotel der Stadt "Faena Hotel" - von Philip Starck designet. Sehr cool.

 

Natuerlich muss ich mir zwischendurch auch mal Buenos Aires anschauen. Die Stadt hat wunderschoene Gebauede und eine unglaubliche Historie. Der wichtigste Platz der Stadt ist der Plaza de Mayo mit dem Praesidentenpalast (Casa Rosada), dem Gebaeude hinter mir.....von dem Balkon ueber meiner Sonnenbrille hat Evita Perron zu Tausenden Argentiniern gesprochen - viele von Euch werden sich an den Madonna-Film erinnern....

 

Die Damen mit den Kopftuechern sind LAS MADRES, die seit dem Ende der Militaerdiktatur jeden Donnerstag der verlorenen Soehne und Toechter gedenken. Hunderttausende verschwanden in Buenos Aires auf mysterioese Weise waehrend der Diktatur.

 

Die kleinen Toepfchen sind die Gefaesse fuer das Nationalgetraenk: Mate-Tee. Gleich am ersten Tag in meiner Sprachschule durfte ich auch mal probieren, schmeckt lecker, aber Achtung: macht abhaengiger als Kaffee (ist erwiesen!).

 

Das Cafe Tortoni, das sehr an die Wiener Kaffeehaeuser erinnert, ist das traditionellste Cafe der Stadt und das bekannteste fuer Tango. Ausserdem wird die heisse Schokolade empfohlen - zum Beweis das letzte Foto...

 

Ach, die schoene Terrasse gehoert uebrigens zum CypressIn - eins meiner vielen B&B Unterkuenfte hier in der Stadt....

Diese Woche war Kulturwoche in Buenos Aires und dank meiner deutschen Freundin Silke turnte ich am Donnerstag auf saemtlichen Vernissagen der Stadt herum :-)

Am Ende staunten wir ueber eine geniale Video-Installation eines dt. Kreativ-Trios namens Bauhouse, die im Rahmen eines kulturellen Austauschs zwischen Berlin und Buenos Aires zu Gast in der Stadt waren. Ich traute meinen Augen nicht, aber einer der Kuenstler war tatsaechlich der Ex-Freund meiner Schulfreundin Kitty und wir hatten uns vor 10 Jahren mal in Berlin kennengelernt. It's a small world! Noch Fragen......

Wir waren sogar im Online-Kunstmagazin von Buenos Aires mit diesem Foto links

http://www.mirabaires.com.ar/mirabaires/mirador.php?idMirador=1982#

Freitag dann der kulturelle Hoehepunkt der Woche. Im Rahmen des Berlin-Buenos Aires Xchange gab es eine Ausstellung mit 26 Kuenstlern. Muss ich erwaehnen, dass einer der Organisatoren ein Ex-Kollege von mir von der Deutschen Welle in Berlin war?!?! Daher fand ich mich ploetzlich beim Abendessen mit allen Kuenstlern nach der Ausstellung im Restaurant MILLION wieder und sass u.a. neben dem argentinischen Harald Schmidt - Roberto Pettinato, der Mann mit dem natuerlich weissen Haar....Ein herrlich inspirierender Abend, ein Sprachwirrwarr, eine Runde voller Charisma und impulsiver Begegnungen.